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Flüssiges Ecstasy statt Champagner in der Flasche – Behörden mahnen zur Vorsicht

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Nach Todesfall
Flüssiges Ecstasy statt Champagner in der Flasche – Behörden warnen: “Ein Schluck kann tödlich sein”

Drogen statt Champagner in der Flasche

In mehreren 3-Liter-Flaschen steckte statt Champagner die Droge MDMA.

© Sergei Bobylev / Picture Alliance

Einen Todesfall gab es bereits, jetzt warnen Behörden offiziell vor der Gefahr, die derzeit in manchen Champagnerflaschen von “Moët & Chandon” lauern könnte – flüssiges Ecstasy. Schon die Berührung sei “lebensbedrohlich”.

Ein Mensch ist bereits gestorben, mehrere andere erlitten Vergiftungserscheinungen, weil sie statt Champagner unwissentlich flüssige Drogen tranken. Jetzt rufen Behörden in Deutschland und den Niederlanden zur besonderen Vorsicht auf. Denn es könnten noch mehr solcher Flaschen mit MDMA, auch als Ecstasy bekannt, im Umlauf sein. Allein das Berühren und/oder das Trinken des Flascheninhalts sei “lebensbedrohlich”, warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Die Warnung bezieht sich explizit auf Champagner der Marke “Moët & Chandon Ice Impérial” im 3-Liter-Format mit der Produktnummer LAJ7QAB6780004. Kürzlich habe man in den beiden Ländern festgestellt, dass je eine Flasche dieser Größe mit der Droge gefüllt gewesen sei. Von außen unterschieden sich diese Flaschen demnach nicht von solchen, die mit Champagner gefüllt sein. Verbraucher können sich laut lebensmittelwarnung.de dennoch an mehreren verräterischen Hinweisen orientieren. So sprudele die Flüssigkeit im Glas nicht. Zudem habe das MDMA eine rotbraune Farbe, die sich mit der Zeit verdunkele. Außerdem rieche die Flüssigkeit nach Anis.

“Ein Schluck kann tödlich sein”

“Lassen Sie die Flasche unberührt, wenn der Inhalt von dem abweicht, was für Champagner üblich ist”, heißt es in der Warnung. Und vor allem solle die Flüssigkeit keinesfalls probiert werden. “Selbst das Eintauchen einer Fingerspitze in die Flussigkeit und das Schmecken kann auch ohne” Schlucken zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Die Einnahme eines kleinen Schlucks kann tödlich sein.”

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Sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden war jeweils eine Flasche in diesem Format entdeckt worden, die statt Champagner die Droge enthielt. In Deutschland waren den Angaben zufolge daran bisher ein Mensch gestorben und sieben schwer krank geworden. In den Niederlanden gab es der dortigen Behörde für Nahrungsmittel (NVWA) zufolge bisher vier Verletzte.

Stecken Drogenschmuggler dahinter?

Beide bisher bekannten Flaschen waren demnach uber eine noch nicht identifizierte website gekauft worden, hatte der Hersteller Moët Hennessy den Behörden mitgeteilt. Es ist nicht bekannt, wie die Droge in die Flaschen gelangte. Daher sei nicht einzuschätzen, ob noch mehr Flaschen mit der Droge im Umlauf seien. Das Unternehmen teilte bereits am Freitag mit, dass es sich nicht “um ein Qualitätsproblem, sondern um einen Kriminalfall” handele. Vermutungen, dass es sich um Drogenschmuggel handeln könnte, gibt es schon länger.

Wer einer Champagnerflasche nicht traue, ist auf der Seite Lebensmittelwarnung.de nachzulesen, solle diese unberührt lassen und die Polizei informieren. Menschen, die Flüssigkeit erhalten haben, sollten sofort den Rettungsdienst verständigen.

tpo
dpa

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