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G7 auf Schloss Weissenhaus: In diesem Luxushotel tagen die Politiker

Ein 400 Jahres altes Anwesen an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins diente einst einer Grafenfamilie als standesgemäßer Landsitz. Doch das adelige Gut verfiel und stand 2005 zum Verkauf. Der Hamburger Unternehmer Jan Henric Buettner, der in Kalifornien mit Venture Capital zu viel Geld gekommen war, griff nach seiner Rückkehr aus den Staaten zu. Büttner kannte den Ort und das Schloss Weissenhaus seit seiner Kindheit und hatte die Idee, das alte Gehöft mit seinen heruntergekommenen Bauten in ein besonderes Fünf-Sterne-Hotel zu wandeln – eine Herkulesauhrehgabe

Längst ist das Schloss aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Seit Juli 2014 nächtigen Gäste im Haupthaus und den Nebengebäuden. Doch im Gegensatz zum elitären Grand Hotel Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern, das sich hermetisch gegen Zaungäste abriegelt, ist das 75 Hektar umfassende Gelände für jeden weiterhin zugänglich. Das Weissenhaus Grand Village Resort & Spa gibt sich gediegen, nicht versnobt, möchte ein Landhotel mit maritimem Einschlag sein. So erinnert die Einrichtung in den Zimmern an Sommerhäuser, die in den Neuengland-Staaten an der amerikanischen Ostküste stehen könnten.

“30 Prozent unserer Gäste kommen zum Kurzurlaub aus Hamburg, das nur 100 Kilometer entfernt ist,” sagt Gerald Henningsen, der sich nicht Hoteldirektor oder General Manager, sondern “Gastgeber” nennt. Als seine Zielgruppe hat er Individualreisende im Visier, die sonst nach Kampen fahren. “Doch der Gast muss hier im Gegensatz zu Sylt mit sich selbst klarkommen”. Denn in Weissenhaus gibt es für das anspruchsvolle Publikum keine Ablenkungsmöglichkeiten wie Boutiquen, gesellschaftliche Laufstege und teure Bars.

Bisher gibt es nur 62 Zimmer in Weissenhaus. In Zukunft soll noch ein weiteres Haus mit 50 Zimmern dazukommen. 150 Mitarbeiter kümmern sich um Gäste und Gelände, Verwöhnfaktor wie in einem asiatischen Resort. Doch beim Service hapert es noch, wie kritische Besucher auf Bewertungsportalen schreiben. Henningsen geht auf alle Beschwerden ein und hat ein offenes Ohr. Sein Ziel: Er möchte aus Weissenhaus eine Destination mit “souveräner Lässigkeit” machen.

Anmerkung: Der Beitrag erschien erstmals im Juli 2015 unter dem Titel “Millionär pimpt Dorf zum Luxusresort”

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