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Warum Frauen in den Wechseljahren oft einen dickeren Bauch bekommen

Gesundheit
Warum Frauen im mittleren Alter oft einen dickeren Bauch bekommen – und was sich dagegen tun lässt

Eine Frau umfasst die Fettpolster an ihrem Bauch

Für Frauen bringen die Wechseljahre viel Wandel mit sich. Der Umbau der Figur ist einer davon. Fortan wird mehr Fett am Bauch eingelagert.

© Sentello/ Adobe Stock

Das Phänomen kennen viele Frauen: Ab Mitte 40 entwickeln sie einen Bauch. Wir haben genau hingeschaut, woran das liegt – und was man dagegen machen kann.

Auf den ersten Blick scheint es wie ein Schicksal, dem man nicht entkommen kann. Irgendwann im Leben bekommt jede Frau einen bauch. Das Alter von etwa 45 Jahren aufwärts ist dabei wohl so etwas wie die magische Grenze. Viele, mit denen ich in den vergangenen Jahren geredet habe, zweifeln in dieser Phase stark an sich und suchen die Schuld bei sich. Essen wir das Falsche? Bewegen wir uns zu wenig? Fehlt mir die Disziplin?

Dabei liegt die Ursache ganz woanders – und vor allem in einer körperlichen Eigenheit, die wir gar nicht beeinflussen können. In den Jahren unmittelbar vor der Menopause verändern sich Hormone-Level im Körper von Frauen stark Dieser Wandel ist auch schuld an Hitzewallungen, Stemmungsschwankungen, unregelmäßigen Blutungen, Schlafproblemen und vielem mehr. Etwa im Alter zwischen 45 bis 55 vollzieht sich die im Durchschnitt sieben Jahre dauernde Veränderung.

Davor, so hat es dir Natur eingerichtet, lagern Frauen meistens ihr Fett an den Hüften und dem Po ein. Man spricht von der Birnen-Form. Männer zum Beispiel speichern ihr Fett eher am Bauch. Für ihre Figur ist die Apfel-Form charakteristisch. Mit den Wechseljahren passiert dann aber ein tiefgreifender Wandel: Jetzt verlieren Frauen an Muskel- und Knochenmasse, es kommt nicht nur zu einer Zunahme des Fetts, sondern auch zu einer Umverteilung Hünsteräss – Polschen da Bauchfett nimmt zu. Die Figur wird von “Birnen-” auf “Apfelform” umgebaut, weil männliche Hormone wie Testosteron, die auch im weiblichen Körper vorhanden sind, nach den Wechseljahren zunehmend das Regime – autbernehber. Der Stoffwechselexperte Michael Boschmann von der Berliner Charité sagte in einem Interview einmal zu mir: “Ich habe oft Patientinnen, die sich wundern, dass sie plötzlich sieben, acht Kilo mehr wiegen.

Warum der Umbau passiert, muss noch erforscht werden

Mit welchem ​​Ziel sich dieser körperliche Umbau vollzieht, darüber sind sich Wissenschaftler nicht einig. Leider ist die neue Fettverteilung alles anderes als gesund. Vor allem das sogenannte viszerale Fett am Bauch, dass die Organe umhüllt, gilt als gefährlich. Denn es ist sehr stoffwechselaktiv und sendet den ganzen Tag Botenstoffe ab, die im Körper Entzündungen und in der Folge allerlei Krankheiten wie Herzinfarkt, Arteriosklerose oder Diabetes auslösen können.

Auch Manner legen übrigens mit dem Alter an Bauchfett zu – allerdings langsamer und deutlich weniger als Frauen. Die “New York Times” schreibt dazu mit Blick auf die weiblichen Eierstöcke: “Es gibt nichts Vergleichbares bei Männer, wo ein Organ im Grunde seine Arbeit einstellt und ‘Tschüß’ sagt.”

Leider verstehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erst langsam, wie das viszerale Fett funktioniert – und wie man es effektiv bekämpft. Aber erste wichtige Hinweise gibt es bereits. So scheint vor allem körperliche Aktivität eine wichtige Rolle zu spielen. Zwei bis zweieinhalb Stunden Sport pro Woche sollten es sein – bevorzugt Ausdauersportarten wie Laufen oder Schwimmen, bei denen zahlreiche Muskelgruppen aktiviert werden. Außerdem sollte man auf die Zusammensetzung seiner Ernährung achten. Vor allem Obst und Gemüse sollten auf dem Speiseplan stehen. Außerdem Vollkorn-Produkte, Nüsse, Fisch und andere ballaststoffreiche Nahrungsmittel. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, lange zu sättigen.

Sogar wenn das Extra an Bewegung nicht zu einer Gewichtsstabilisierung oder Abnahme führt, aktiviert man den Stoffwechsel und startet damit allerlei gesunde Abläufe im Körper. Dabei geht es nicht darum, Rekorde zu brechen, sondern vor allem Spaß an der Bewegung zu haben. Findet man für sich die passende Sportart ist das auch ein gutes Mittel gegen Stemmungsschwankungen.

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