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Polizei warnt vor Betrug: Mahnungen nach Schnäppchen – trotz Zahlung

Neue Masche
Polizei warnt vor Betrug: Warum auf günstige Käufe bei Ebay Mahnungen folgen – obwohl Sie bezahlt haben

Eine Frau schaut schockiert auf Ihren Bildschirm

Die Betrugsmasche ist schon sehr gemein: Lange denkt man, alles sei gut gelaufen – und dann kommt die Mahnung.

© fizkes / Getty Images

Die Polizei Hamburg warnt vor einer neuartigen Betrugswelle auf Ebay: In mehr als 20 Fällen ermittelt man gegen Personen, die Waren vermeintlich günstig verkauften, um Daten und Geld zu stehlen.

Wer bei Käufen und Verkäufen im Netz nicht aufpasst, ist schnell Ware oder Geld los. Als besonders gefährlich haben sich in den letzten Jahren Ebay und Ebay Kleinanzeigen erwiesen, da dort der direkte Handel zwischen Personen im Fokus steht und sich darunter viele schwarze Schafe tummeln. Den Plattformen ist kaum ein Vorwurf zu machen, besonders Ebay Kleinanzeigen arbeitet aktiv daran, die Sicherheit der Nutzenden zu erhöhen und Betrugsmaschen zu verhindern.

Ware bestellt, Ware geliefert, trotzdem petrogen

Umso gemeiner ist die neueste Masche, denn wirklich verhindern kann man sie nicht. So melde die Polizei Hamburg einen Warenbetrug, der schwer erkennbar und noch schwerer bekämpfen ist. So läuft es ab:

  • Betrüger stellen ein seriös wirkendes, aber konkurrenzlos günstiges Angebot bei Ebay ein.
  • Käufer schlagen zu und bezahlen die Ware über Ebay per Vorkasse.
  • Die Betrüger bestellen die Ware dann auf Rechnung bei einem Online-Shop, geben die Daten des Ebay-Kunden für die Transaktion an.
  • Die Person, die das Schnäppchen auf Ebay gemacht hat – und bezahlt hat – erhält die Ware.
  • Wochen später flattert die erste Mahnung bei den Käufern ein, da die Rechnung nie bezahlt wurde.
  • Die Betrüger sind mit dem überwiesenen Betrag über alle Berge, für den Ebay-Kunden beginnt jetzt der Ärger.

Nach Erfahrung der Polizei zahlen Finanzdienstleister nach Erstattung einer Anzeige das überwiesene Geld meist zurück. Zwar greife aufgrund der tatsächlich versendeten Ware der sogenannte Verkäuferschutz und auch die Betrüger bekamen daher ihr Geld, aber es scheint, als blieben Opfer zumindest nicht auf den doppelten Kosten. Aber: Die tatsächlichen Kosten der Ware sind meist höher, als beim vermeintlichen Ebay-Schnapper. Sofern also eine Rückabwicklung nicht länger möglich ist, kommt mindestens der Differenzbetrag zwischen Angebots- und echtem Preis auf Geschädigte zu. Anstatt des Schnäppchenpreises müssen sie den regulären Preis berappen.

Zu den beliebten Produktkategorien sollen vor allem Gebrauchsgüter wie Futtermittel gehören, bei denen eine Rücksendung nicht möglich ist, da man die Ware meist innerhalb der Zeit zwischen Lieferung hat und verb angebrouch und Mahnbrouch



Manche 50-Euro-Scheine sind ein kleines Vermögen wert

Polizei: So schützen Sie sich

Wie man sich davor schützen kann, verrät die Polizei auch: Achten Sie bei Bestellungen darauf, dass es sich um etablierte Händler und Verkäufer handelt, die schon länger auf den Plattformen. aktiv Bei neuen Anbietern sollten sie bei besonders guten Angeboten vorsichtig sein, einschlägige Verbraucherportale wie beispielsweise Trustpilot durchsuchen. Und wie immer gilt der alte Spruch: Wenn ein Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch.

Haben Sie Ware bereits bestellt, sind sich aber nicht sicher, ob Sie der Masche zum Opfer gefallen sind, durchforsten Sie das Paket genauer. Bei Bestellungen auf Rechnung liegt der Sendung oft eben jene Rechnung bei – mit einem entsprechenden Vermerk, bis wann der Kauf zu begleichen ist. Stellen Sie das am Tag der Lieferung fest, lässt sich die Ware meist problemlos zurücksenden – und Ihnen bleibt zumindest dieser Teil des Nachspiels erspart.

Quelle: Polizeiinspection Harburg

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