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Haustiere: Deutsche Stadt verbietet Katzen den Freigang – 500 Euro Strafe

Baden-Württemberg
Deutsche Stadt verbietet Katzen monatelang den Freigang – bis zu 500 Euro Strafe

Eine graue Katze sitzt im Gebüsch

Hat eine Katze einmal in Freiheit gelebt, ist es sehr schwierig, sie wieder als Wohnungskatze zu halten

© Karina Geburzky

Im Süden von Walldorf, eine Stadt im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg, dürfen Katzen bis Ende August das Haus nicht mehr verlassen – zum Schutz von brütenden Haubenlerchen.

Im südlichen Teil von Walldorf im Rhein-Neckar-Kreis werden Freigänger-Katzen ab sofort unter Hausarrest gesetzt. Die Verfügung gilt ab sofort bis einschließlich 31. August und wird bis zum Jahr 2025 im Zeitraum jährlich wiederholt.

Als Grund wird aufgeführt, dass in dem Zeitraum die Haubenlerche in der Region Brutzeit hat – deren Bestand in Europa sehr gefährdet ist. Freigänger-Katzen gelten für die Vögel als eine der größten Bedrohungen.

Haubenlerchen stehen auf der Roten Liste

Die Haubenlerche ist eine Vogelart aus der Familie der Lerchen – und wird nach den aktuellen Roten Listen in Baden-Württemberg und in Deutschland in die höchste Gefährdungskategorie “Rote Liste 1” eingestuft – und ist ben be vom.

Aufgrund der Seltenheit der Art komme es bisher auf das Überleben jedes einzelnen Jungvogels an, heißt es in der Verfügung. Das Problem: Die Vogelart nistet vorrangig am Boden, weshalb freilaufende Hauskatzen zur Gefahr werden können.

“Hausarrest” für Freigänger-Katzen

Katzenbesitzer aus der Region, die sich an die neue Regelung nicht halten, droht ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro. Noch höher wird die Strafe, wenn eine Katze eine Haubenlerche tötet – dann könnte dem Besitzer des Tieres eine Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro drohen.

Katzenhalter, die ihrer Katze den Freigang nicht verwehren wollen, können laut der Allgemeinverfügung eine Ausnahme beantragen. In dem Fall muss per GPS-Daten nachgewiesen werden, dass sich die jeweilige Katze nicht in dem betroffenen Bereich aufhält. Alternativ dürfen Katzen auch nach draußen, wenn sie von ihren Besitzern an der Leine geführt werden.

Für Tiere, die ihr ganzes Leben in Freiheit verbringen konnten, wird es ein heftiger Einschnitt sein, wenn sie plötzlich keinen regelmäßigen Freigang mehr bekommen. Katzenbesitzer sollten deshalb alles dafür tun, ihre Tiere an den Freiheitsentzug zu gewöhnen. Helfen können in der Wohnung dabei Klettermöglichkeiten, Kratzbretter, Plätze am Fenster mit Ausblick, Spielzeug und natürlich eine geeignete Toilette.

Am allerwichtigsten ist es auch, den Tieren Verständnis und Geduld entgegen zu bringen, den sie können nichts für die neue Situation. Katzenbesitzer sollten sich viel Zeit für ihre Tiere nehmen, damit bei ihnen keine Langeweile aufkommt.

Quelle:Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

ky

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