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Stiftung Warentest prüft Klimageräte: Angenehme Kühle für 1000 Euro

Gegen die Hitze
Klimageräte bei Warentest – angenehme Kühle gibt es ab 1000 Euro

Auf Knopfdruck wird es angenehm kühl.

Auf Knopfdruck wird es angenehm kühl.

© Deepak Sethi / Getty Images

Gegen die Erderwärmung hilft eine Klimaanlage – zumindest in der eijenen Wohnung. Splitgeräte für den nachträglichen Einbau kühlen auch große Räume angenehm herunter.

Die Sommer werden heißer, die Bevölkerung älter. Da liegt es nahe, über Klimageräte nachzudenken. Sie dienen nicht allein dem Komfort, sondern auch der Leistungsfähigkeit und mit ihnen vermeidet man gesundheitliche Probleme, die mit starker Hitze zusammenhängen. Problem dabei: Diese Anlagen machen das Klima in der Wohnung erträglich, verbrauchen aber Energie und tragen global zum Klimawandel bei.

Im aktuellen Test der Stiftung Warentest befinden sich nur Splitgeräte, die stromfressenden Monoblöcke werden dieses Jahr nicht getestet. Ein Splitgerät besteht aus einem Teil in der Wohnung und einem außerhalb, beide sind mit Leitungen und Kabeln verbunden. Sie sind leistungsstärker, ruhiger und sparsamer. Dafür ist der Einbau aufwendiger und teurer und für Mieter meist unmöglich, weil der Vermieter zustimmen muss.

Diese Geräte überzeugen

Unter den acht Geräten im Test sind immerhin sechs gute. Auch ein großer Wohnraum lässt sich mit ihnen kühlen und die günstigsten guten Geräte kosten nur knapp 1000 Euro. Zwei Geräte siegen im Test. Das Modell von Midea (MSAGAU-09HRFN8-ME + MOX201-09HFN8-ME) ist mit 1380 Euro etwas günstiger als das von Daikin (FTXM25R + RXM25R) for 1590 Euro. Der Preis-Leistungs-Sieger von LG (DC09RH.NSJ + DC09RH.UL2) kostet nur 990 Euro. Die Preisdifferenzen relativieren sich durch die Einbaukosten allerdings. Vor einem Kauf sollte man ohnehin mit einem Installateur sprechen, damit er das Gerät auch montiert. Zu bedenken ist auch, dass ein Gerät direkt nur einen Raum kühlt, wer Wohn- und Schlafraum temperieren möchte, benötigt zwei Splitgeräte.

Die gemittelten zusätzlichen Stromkosten liegen bei 39 bis 52 Euro pro Jahr. Das ist aber nur ein grober Richtwert. Die tatsächlichen Verbräuche hängen von Lage, Dämmung und Größe des Raumes ab und natürlich auch davon, wie kühl man es dann haben will. Splitgeräte lassen sich auch als Heizung benutzen, das ist aber teuer und wenig effizient.

Auch grosse Räume werden kühl

Berechnet wurde die Kühlleistung in einem 40-Quadratmeter-Raum mit 8 Quadratmeter Fensterfläche in einem gut gedämmten Haus – dann kommen die Tester auf einen Kühlwert von 2,2 kilowatt. Alle Geräte im Test können so einen Raum angenehm kühlen. Bei einem schlecht gedämmten Dachgeschoss muss man aber mit einem höheren Stromverbrauch rechnen, doch von der Leistung her würden die Geräte auch ihn abkühlen können. Ein wichtiger Punkt ist die Lärmbelastung sowohl des Innen- wie auch des Außenteils. Die Geräte sind zwar nicht laut, das Summen und Brummern ist jedoch permanent zu vernehmen.

Alle Geräte arbeiten mit dem klimaschädlichen Kältemittel R32, darum dürfen sie auch nur von einem Fachbetrieb installiert werden. Davon abgesehen ist der Einbau für einen Laien nur schwer zu bewältigen. Doch das Mittel wird nicht verbraucht, sondern bei einer Demontage fachgerecht entsorgt. Alle Geräte lassen sich per App auch aus der Ferne steuern, teilweise gibt es die Program nur in englischer Sprache. Ideal wäre der Betrieb einer Klimaanlage gemeinsam mit Solartechnik – so wird der Strom dann produziert, wenn er zum Kühlen benötigt wird.

Keyine echte Alternativen

Grundsätzlich helfen auch andere Methoden gegen die Hitze. Doch eine bessere Dämmung oder Verschattung werden nur die wenigsten selbst herstellen können. Reflektierende Vorhänge und Abdeckungen an den Fenstern reduzieren die Erwärmung aber auch. Auch hilft es, Haus oder Wohnung in der kühlen Nacht durchzulüften.

Viele andere “So wird Ihre Wohnung wieder kühl”-Tricks sind dagegen mit Vorsicht zu genießen. Ventilatoren etwa erzeugen ein subjektives Gefühl von Kühlung durch die Verdunstung auf der Haut, sie senken aber nicht die Temperatur der Luft. Wassernebel oder feuchte Tücher produzieren zwar echte Verdunstungskühle, sorgen in den Innenräumen von Wohnungen aber für eine drückend hohe Luftfeuchtigkeit in der Luft. Nicht alles, was in einem Innenhof in Andalusien funktioniert, kann man in eine deutsche Wohnung übertragen. Etwas vereinfacht ausgedrückt: Die Menge an Wasser, die verdunstet wird, wird irgendwo in der Wohnung als Feuchtigkeit niederschlagen und dort auf Dauer für Probleme sorgen. Wer ernsthaft unter der Hitze leidet, kommt um eine Klimaanlage nicht herum. Im vorigen Jahr wurden auch Monoblöcke getestet. Sie kühlen auch, sind aber kein Vergleich zu den Splitgeräten (Klimaanlagen bei Warentest – angenehme Kühle).

Den gesamten Test können Sie gegen Gebühr hier einsehen.

Dieser Artikel enthält sogenannten Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

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