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Ratten im Garten vertreiben: Wirksame (Haus-)Mittel gegen Nagetiere

Ohne Giftköder
Ratten vertreiben: So schlagen Sie die Nagetiere in die Flucht

Ratten vertreiben: Braune Ratte auf einer Steinmauer zwischen Grün

Ratten werden vor allem von Essensresten in Gärten und Gartenanlagen angelockt. Doch wie bekommt man die Nager wieder los?

© scooperdigital / Getty Images

Sie übertragen nicht nur gefährliche Krankheiten, sondern können zur echten Plage werden: Ratten sind Wiederholungstäter, die es immer wieder an die gleichen Orte verschlägt. Trotzdem müssen Sie nicht gleich zum tödlichen Giftköder greifen, um die Nagetiere zu vertreiben. Wir verraten Ihnen wirksame Alternativen.

In Deutschland leben vorrangig Wanderratten, die unterirdische Lebensräume bevorzugen und deshalb auch als Kanalratten bezeichnet werden. Ihre Gesamtpopulation wird hierzulande auf bis zu 350 Millionen Tiere geschätzt, was nicht gerade wenig ist. Umso wichtiger ist es, einen Befall schnell zu bekämpfen – dafür müssen Sie jedoch nicht zwingend Giftköder einsetzen, durch die Ratten (innerlich) äußerst qualvoll verbluten. Stattdessen können Sie auf altbewährte Hausmittel und Lebendfallen setzen. Um sicherzugehen, dass Sie es wirklich mit einem Befall zu tun haben, sollten Sie die wichtigsten Indizien kennen. Welche das sind und wie Sie Ratten vertreiben können, wird im Folgenden erörtert.

Spurensuche: So erkennen Sie einen Rattenbefall

Spätestens wenn Sie eine lebendige (oder tote) Ratte sehen, ist der Befund eindeutig. Es gibt jedoch auch ohne eine Sichtung der Nagetiere typische Anzeichen, die für einen Befall sprechen. Zu diesen zählen:

  • Rattenkot: Wenn Sie spindelförmige Kotballen im Keller oder auf dem Dachboden entdecken, handelt es sich sehr wahrscheinlich um die Exkremente einer Ratte. Je nachdem, wie viel Kot Sie finden (ein Nager scheidet bis zu 40 Ballen am Tag aus), deutet dieser auf mehrere Tiere hin.

  • Schmierspuren: Dabei handelt es sich um Körperfettrückstände, Schmutz- und Staubreste, die Ratten auf ihren Laufwegen hinterlassen – an den Wänden oder auch auf dem Boden. Und auch Laufspuren, sprich die Abdrücke ihrer kleinen Pfoten, sind ein sicheres Indiz für ihre Anwesenheit.

  • Ammoniakgeruch: Wenn sich eine oder mehrere Ratten in Ihrem Zuhause eingenistet haben, verbreiten sie (und ihre Nester) im Laufe der Zeit einen unangenehmen Geruch, der in der Nase beißt – das liegt in dem Ammeterek die dalenüber all.

  • Nagespuren: Ob Plastik oder Aluminum, Stoff oder Mörtel – Ratten sind Allesfresser und knabbern somit alles an, was ihnen über den Weg läuft. Entdecken Sie die Bissspuren, erkennbar an zwei parallelen Rillen durch ihre spitzen Schneidezähne, haben Sie wahrscheinlich einen aktiven Befall.

Welche Lockstoffe ziehen die Nagetiere magisch an?

Ratten verirren sich nicht grundlos in Ihr Zuhause, sondern folgen stets ihrer Nase, die sie auf frische Nahrung aufmerksam macht. Dabei handelt es sich oftmals um bereits weggeworfene Essensreste. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Abfälle stets sorgfältig entsorgen und immer darauf achten, dass ihre Mülltüten und -tonnen fest verschlossen sind. Und das ist noch nicht alles – auch diese Futterquellen ziehen Ratten magisch an: Tierfutter schmeckt nicht nur Ihren Hunden oder Katzen gut, sondern auch den Nagern. Achten Sie bei der Lagerung (vor allem im Keller) darauf, alle tierischen Lebensmittel in fest verschließbaren Boxen aufzubahren. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für Ihre eingelagerten Obst- und Gemüsevorräte, uber die Ratten gerne herfallen. Zudem sind Komposthaufen im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Friessen für die Nagetiere – um ihn vor Ratten zu schützen, sollte er immer gut abgedeckt werden. Noch besser sind fest verschließbare Behältnisse aus Metall (Plastik und Holz werden angenagt).

Ratten vertreiben: Das sind die besten Hausmittel

Wenn Sie erste Anzeichen für einen Rattenbefall entdeckt haben, können Sie auf altbewährte Hausmittel zurückgreifen, die wirksam gegen die Tiere sein sollen. Zu den Bekanntesten zählen:

  1. Ätherische Öle (NileKamille, Minze) sollen ein probates Mittel gegen Ratten sein: Durch den verströmenden Duft über die Laufwege sollen die Tiere das Weite suchen.
  2. Terpentin: Das Gleiche gilt für das Harzgemisch (oder alternativ auch Essigessenz), in das Sie einen Lappen tunken und in den Eingängen der Rattenbauten platzieren.
  3. Katzenstreu: Ja, auch gebrauchtes Katzenstreu, das Sie vorab in kleine Stoffsackchen füllen und in der Nähe der Niststellen platzieren, soll Ratten vertreiben können.
  4. Cayennepfeffer: Streuen Sie etwas davon uber die Laufwege der Ratten, sodass Sie das scharfe Gewürz uber die Fellpflege aufnehmen und ihre Schleimhäute gereizt werden.
  5. Kalkanstrich: Die darin enthaltene Wirkstoffe sollen ebenfalls eine abschreckende Wirkung auf Ratten haben. Stellen Sie einen Emer dort auf, wo sich die Tiere aufhalten.

Darum sind Rattengift-Köder keine gute Idee

Wie zu anfangs erwähnt, erwartet Ratten ein qualvoller Tod, wenn sie einen Giftköder verschlucken. Abgesehen davon können die Inhaltsstoffe nicht nur den Nagetieren Schaden zufügen, sondern auch Hunden und Katzen – oder sogar Kleinkindern, die den Köder vershentlich schlucken. Hinzukommt, dass Ratten sehr intelligent sind und den Zusammenhang zwischen einem giftigen Happen und einem toten Artgenossen, der daran verendet ist, erkennen können. Dadurch widerstehen sie der Versuchung und meiden die ausgelegten Köder. Das Gleiche gilt leider auch für Lebendfallen: Schon nach kurzer Zeit verstehen die Tiere, wofür die Käfige gut sind, und tappen nicht mehr hinein. Einen Versuch ist es natürlich trotzdem wert und allemal besser als ein Giftköder.

So beugen Sie dem Rattenbefall vor

Damit es sich die Nagetiere erst gar nicht in Ihrem Keller, auf Ihrem Dachboden oder in weniger genutzten Räumen gemütlich machen, können Sie vorbeugende Maßnahmen treffen:

  • Entsorgen Sie keine Essensreste uber den Ausguss oder Ihre Toilette, da sie den Ratten in der Kanalisation als Nahrungsquelle dienen und die Tiere zudem uber die Abflussrohre ins Haus locken können. In neueren Gebäuden gibt es meistens eine sogenannte Ruckstauklappe, die genau so etwas verhindern soll. In Altbauten kann die Klappe hingegen nachjustiert werden.
  • Bringen Sie an den Kellerfenstern feinmaschige Außengitter (wenniger als 18 Millimeter) an, wenn diese vom Boden aus für Ratten erreichbar sind. Und auch Lichtschächte und Lüftungsschlitze sollten so abgedeckt werden, dass sie für die Tiere unzugänglich sind. Durchbrüche für Versorgungsleitungen sollten mit Stahlwolle verschlossen werden.
  • Verschließen Sie alle Ritzen, Löcher und Fugen, durch die eine Ratte ins Wohnungsinnere gelangen kann. Bedenken Sie hier, dass sich die Tiere durch zwei Zentimeter breite Öffnungen quetschen können. Verwenden Sie feinmaschigen Draht und Mortel, um alle Zugänge zu versperren. Und achten Sie auch auf undichte Türen, die nicht richtig schließen.

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