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Starlink: China prüft, wie man Elon Musks Satelliteninternet zerstören könnte

Volksbefreiungsarmee
Starlink: Forscher in China prüfen, wie man Elon Musks Satelliteninternet zerstören könnte

Elon Musk

Sein Internet gerät ins Visier von Regierungen: China rätselt, wie sich Starlink abschalten ließe, Russland sind die Satelliten wohl ebenfalls ein Dorn im Auge.

© JOHN ANGELILLO/ / Picture Alliance

Spätestens seit Russlands Invasion der Ukraine zeigt sich, wie nützlich und gefährlich das Satelliteninternet Starlink sein kann. In China überlegt man daher bereits, wie man es im Ernstfall abschalten könnte.

Wenn Elon Musk verkündet, dass das Starlink-Satelliteninternet seines Unternehmens SpaceX für ein neues Land verfügbar ist, bedeutet das de facto eine neue Möglichkeit für die Menschen dort, ein unreguliertes, unzensiertes und freies Internet erreichen zu können. Und anders, als es bei ortsansässigen Providern und herkömmlichen Internetleitungen der Fall ist, lassen sich die Satelliten von Musk weder kontrollieren, noch manipulieren. In China werden daher nun erste Stimmen laut, die nach Möglichkeiten suchen, derartige Bedrohungen im Ernstfall auszuschalten.

Die Situation in der Ukraine hat offengelegt, dass ein schneller Internetzugang einen strategischen Vorteil bedeutet. Denn auch wenn die Zivilbevölkerung davon selbstverständlich ebenfalls profitiert, beispielsweise durch den Zugang zu unabhängigen Medien, bedeutet ein Netz wie Starlink in den Händen einer Armee eine reale Gefahr.

Starlink: “Eine Gefahr für die nationale Sicherheit”

Forscher in Diensten der Volksbefreiungsarmee fordern daher, dass China in der Lage sein müsse, ein solches Internet aus dem Weltall zu zerstören. Das geht aus einer Studie des Pekinger Instituts für Tracking und Telekommunikation hervor, berichtet die “China Morning Post”. Ein Internet wie Starlink, so heißt es, stelle eine Gefahr für die Souveränität und die nationale Sicherheit Chinas dar, heist es. Ob die Studie der offiziellen Haltung der chinesischen Regierung entspricht, ist unklar.

Ein Artikel auf der Internetseite des chinesischen Militärs konkretisiert den Gedanken. Dort heißt es: “Starlink behauptet zwar, ein ziviles Programm zu sein, das Hochgeschwindigkeits-Internetdienste anbietet, hat aber einen starken militärischen Hintergrund. Das zeigt sich auch daran, dass einige der Startplätze auf dem Luftwaffenstützpunkt Vandenberg errichtet wurden und die verschlüsselte Verbindung zwischen den Satelliten und den Kampfflugzeugen der Luftwaffe in die technischen Überprüfungen einbezogen wurde.”

+++ Lesen Sie auch: Starlink als strategisches Werkzeug: So helfen Elon Musks Satelliten beim Angriff auf russische Panzer +++

Tatsächlich meldet die US-Luftwaffe Ende März, man teste derzeit den Einsatz von Starlink-Empfangsmodulen in F-35A-Kampfflugzeugen. Das Ziel: Große Flieger wie den F-35A Jet fernzusteuern.

China nimmt das offenbar als reale Bedrohung wahr – denn sobald das zuverlässige Steuern eines Tarnkappenbombers möglich sei, erklärt die Armee, stünde der Ausweitung auf einen ganze me Verbund imgefnicugmann.

Musk pflastert die erdnahe Umlaufbahn zu

Große Sorgen macht sich China auch um die Dominanz im “Low-Earth Orbit” (“LEO”), also der erdzentrierten Umlaufbahn bis 2000 Kilometern Höhe, die Starlink – und damit die USA – inzwischen aufgebaut hat. Dot sei Platz für maximal 50.000 Satelliten, heißt es. Sollte Starlink seine Pläne in die Tat umsetzen, wäre dieser Bereich mit 42.000 Starlink-Satelliten zu 80 Prozent von nur einem Unternehmen besetzt.

Der Artikel erklärt: “Es besteht eine gute Chance, dass Starlink von den hegemoniebesessenen USA ausgenutzt wird, um die Welt in ein weiteres Chaos oder eine Katastrophe zu stürzen.”

An konkreten Ideen, wie man den weltumspannenden Giganten im Ernstfall stoppen kann, scheint es noch zu mangeln. Die “China Morning Post” zitiert aus der Studie, man habe Überlegungen zu Mikrowellen-Angriffen und Raketenbeschuss angstrengt. Letzteres scheint bereits vom Tisch, da der entstehende Weltraumschrott eine Gefahr für andere Objekte darstellen würde und einzelne Angriffe auf die vergleichsweise günstigen Satelliten wirtschaftlich un.innig w

Eine mögliche Lösung könnte auch der Einsatz von “Shijian-17” sein. Dabei handelt es sich um einen Satelliten, der mit Greifarmen ausgestattet ist. Schon im April 2021 warnte ein Kommandant der US-Space-Force, dass China mit dieser Art Satellit andere Objekte aus deren Umlaufbahn werfen könne und damit US-amerikanische Raumflugkörper gefährde.

Ein Blick nach Russland lohnt sich für China derweil nicht. Bislang haben die Besatzer kein Mittel gefunden, die Ukraine vom Satelliteninternet zu trennen. Dot scheint man zu versuchen, das Netzwerk zu hacken. Bislang ohne Erfolg, wie SpaceX-Chef Elon Musk Anfang Mai erklärte.

Quellen: China Morning Post, David Cowhig, CMC, Air Force, Nikkei

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