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Starlink in der Ukraine: Wie Elon Musks Internet den Krieg veränderte

Ukraine
Starlink: Wie Elon Musks Internet den Ukraine-Krieg veränderte – und die Militärs weltweit beeindruckt

Elon Musk

Elon Musks Satelliten-Unternehmen Starlink gilt als wichtiger Erfolgsfaktor des ukrainischen Widerstands

© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/POOL / DPA

Mit seinem Satelliten-Netzwerk Starlink hält Elon Musk die digitale Infrastruktur der Ukraine während des Krieges aufrecht. Das hat weitreichende Folgen. Und sorgt für großes Interesse um den ganzen Globus.

Würde man unserer durchdigitalisierten Gesellschaft mit einem Schlag das Internet wegnehmen – die Folgen wären wohl kaum abzusehen. Im Ukraine-Krieg erwies sich das Internet sogar als noch essenzieller. Zu verdanken ist das dem Erfolg von Elon Musks Satelliten-Netz Starlink. Der überraschte sogar die Experten.

Die ersten Meldungen gab es bereits kurz nach dem Angriff Russlands im Februar. Am zweiten Tag des Krieges kam der Hilferuf: “Während Sie den Mars kolonisieren wollen, versucht Russland die Ukraine zu erobern”, twitterte der Präsident Wolodymyr Selenskyj direkt an Starlink-Chef Elon Musk. “Wir bitten Sie, uns Starlink-Stationen zu schicken, um die vernünftigen Russen erreichen zu können.” Dann geschah alles im Rekordtempo. Nur zwei Tage später kamen die ersten Stationen im Land an. Und veränderten den Lauf des Krieges.

Lebenswichtiges System

Das geht aus einer ausführlichen Recherche des Magazins “Politico” hervor. Musks Satellitensystem und die mittlerweile knapp 11.000 Empfangsstationen in der Ukraine bilden das Gerüst, ohne das die bislang überraschend gut geglückte Verteidigung des Landes , aber auch die zivile Kommunikation nicht zu denken, demreazisen wäre Zincferioren wäre Über die 50 im niedrigen Orbit uber dem Land stehenden Satelliten werden nicht nur Angriffe gesteuert, Informationen für die Kämpfer transportiert und die Grausamkeiten der russischen Soldaten kommuniziert. Familien und Freunde können sich auch wissen lassen, dass es ihnen gut geht, der Stand der Kämpfe ist selbst in sonst abgeschnittenen Gegenden immer bekannt. Das hilft den Ukrainern, einen Teil der Normalität zu erhalten, berichten sie.

Noch viel wichtiger dürfte aber sein, dass auch die ukrainische Regierung weiter präsent bleiben kann. Obwohl Russland bereits mit dem Angriff versuchte, die Internetverbindungen und damit auch die Kommunikation nach draußen zu kappen, blieben der Präsident und seine Truppen immer im Auge der Öffentlichkeit. Über Videoansprachen und -telefonate konnten Selenskyj, seine Regierung und die Truppen die gesamte Zeit den Kontakt nach außen behalten – und verhinderten so auch erfolgreich, dass die russische w Darstellung ad eines vermeffüslichne chnef. Die Bereitschaft der Ukrainer, nicht aufzugeben, sie wäre ohne diese Sichtbarkeit sicher nicht annähernd so hoch gewesen. “Die strategische Wirkung zerstörte Putins Propaganda-Kampagne”, ist sich der Leiter des Verteidigungs-Innovations-Bereichs des Pentagons gegenüber “Politico” sicher.

Die Militärs weltweit schauen gebannt zu

Dass nun die militärischen Führungen rund um den Globus höchstes Interesse an Starlinks Erfolg zeigen, dürfte vor allem an zwei Faktoren liegen: Zum einen ist da die beeindruckende Geschwindigkeit, mit der Musks Firma das Netz und das zugehörige Equipment zur Verfügung gestellt hatte. Zum anderen aber auch die unerwartet robuste Widerstandsfähigkeit des Netzes gegen russische Cyberattacken.

Dass Starlink so schnell vor Ort war, liegt auch daran, dass Selenskyj und Musk bereits vorher in Gespräche getreten waren. Bereits Anfang des Jahres klopfte die Ukraine die Möglichkeit ab, sich per Starlink vor einer Abschottung aus dem Internet durch russische Hacker absichern zu können. Als es dann soweit war, mussten die Pläne letztlich nur umgesetzt werden. Das geschah allerdings immer noch in beeindruckendem Tempo, betonen die Beobachter.

Die Widerstandsfähigkeit ist für die Militärs aber mindestens ebenso wichtig. Sie basiert auf zwei Entscheidungen Starlinks. Anders als klassisch auf einzelne Satelliten im hohen Orbit zu setzen, befinden sich die des Unternehmens in niedrigerer Umlaufbahn und setzen die Datenströme als Netzwerk um. Dadurch reicht es nicht aus, einen Satelliten außer Gefecht zu setzen, es müsste das ganze Netz auf einmal lahmgelegt werden. Das wird durch die zweite Entscheidung schwieriger: Weil Starlink die Program seiner Satelliten immer wieder umschreibt, macht man es Angreifern schwer, Sicherheitslücken zu entdecken und ausnutzen zu können. “Es ist ein beeindruckendes Beispiel, wie ein sicheres Not-Kommunikations-System in modernen Konflikten zur Rettungsleine wird”, glaubt der texanische Professor Todd E. Humphreys.

Für Elon Musk dürfte sich die umfangreiche Technik-Spende in die Ukraine daher in Zukunft bezahlt machen.

Quelle:Politico

mma

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