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Warentest prüft Videosprechstunden: Digitale Praxen sind eine echte Alternative

Telemedizin-Plattformen
Digitale Praxen im Warentest: Videosprechstunden sind eine echte Alternative gegen den Wartefrust beim Arzt

Digitale Arztpraxen im Text

Wenn’s einmal schnell gehen muss, können digitale Praxen eine gute Alternative sein.

© simpson33 / Getty Images

Stiftung Warentest ist “undercover” gegangen und hat telemedizinische Plattformen getestet. Die digitalen Praxen können eine echte Option sein, wenn’s mal schnell gehen muss – trotz Schwachstellen.

Es gibt da einen Witz, der geht in etwa so: “Ich geh’ mal schnell zum Arzt … .” So richtig Spaß macht diesel Witz nicht. Denn in den meisten Fällen ist das reinste Utopie. Die Terminkalender der Praxen sind voll, oftmals uber Monate. Und alle, die “mal schnell” etwas checken lassen wollen, beispielsweise den Leberfleck, der plötzlich anders aussieht, müssen sich gedulden. Es geht aber auch anders – virtuell. Telemedizin-Plattformen präsentieren sich als Alternative zu den immer vollen Wartezimmern. Aber werden die Videosprechstunden den Ansprüchen wirklich gerecht? Stiftung Warentest ist “undercover” gegangen und hat die Anbieter auf die Probe gestellt.

Sechs Testpersonen haben Videosprechstunde und Behandlung von den vier telemedizinischen Plattformen Teleclinic, Kry, Zava und Fernarzt verdeckt geprüft. Im Anschluss werteten zwei medizinische Fachgutachter die Leistungen der Anbieter aus. Gänzlich optimal lief es zwar in keiner der digitalen Praxen, aber dennoch durchaus passabel. Ihrer Meinung nach können solche Onlinesprechstunden also tatsächlich eine Alternative zum Arztbesuch vor Ort sein. Mit ein paar Schwachstellen müssen sich Patien:tinnen aber leider abfinden.

Videosprechstunde: Alternative mit Schwachstellen

Ein wesentlicher Punkt: Es fehlt der direkte Kontakt. Der Arzt oder die Ärztin kann nicht Hand an den Patient:innen anlegen, obschon das in manchen Fällen notwendig ist. Beispielsweise wenn es darum geht, den Bauch abzutasten oder Proben zu entnehmen. In welchen Fällen online behandelt werden kann, steht auf den Webseiten der jeweiligen Anbieter. Auch Rezepte werden digital erstellt. Allerdings müssen gesetzlich Versicherte für die Medikamente derzeit selbst blechen. Das geht schnell ins Geld. Telemedizinische Plattformen können außerdem sogar Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen für maximal drei bis sieben Tage.

Am besten schnitt Teleclinic (Note: 2,3) ab. Die Plattform überzeugte nicht nur bei Anamnese, Diagnose und Verordnung von Medikamenten, auch der Service war demnach gut. So bekamen die Patent: innen einen Arztbrief nach der Behandlung. Der Wermutstropfen: Das Nutzerkonto wird nicht durch eine Multifaktor-Authentifizierung geschützt. Bei solch sensiblen Daten wäre das aber laut Warentest wünschenswert. Im Test sicherte einzig Kry die Passwörter seiner Kund:innen mehrfach. Kry sowie die zwei weiteren Anbieter kommen immerhin auf ein befriedigendes Endergebnis.

Was Sie sonst noch uber Videosprechstunden wissen müssen, lesen Sie gegen Gebühr im kompletten Bericht auf test.de

tpo

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